BaFin-Rundschreiben zum Zinsänderungsrisiko im Anlagebuch

würfel-risiko-zinsänderungsrisiko

Am 29. März 2019 hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) eine Neufassung des Rundschreibens für Zinsänderungsrisiken im Anlagebuch (6/2019) zur Konsultation gestellt. Damit soll das Rundschreiben 9/2018 (BA) abgelöst werden. Die Konsultationsfrist endete bereits am 30. April 2019.

Die wesentlichen Änderungen betreffen insbesondere:

  • Zusätzliche Zinsszenarien
  • Änderungen bei der Fremdwährungsaggregation
  • Laufzeitabhängige Zinsuntergrenze
  • Berücksichtigung von notleidenden Forderungen

Mit dem neugefassten Rundschreiben setzt die nationale Aufsicht die Leitlinien der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) zur Steuerung des Zinsänderungsrisikos bei Geschäften des Anlagebuchs von 2018 um. Außerdem gelten die seit dem 1. Januar 2018 vom Basler Ausschuss für Bankenaufsicht beschlossenen neuen Regeln zum Zinsänderungsrisiko im Anlagebuch. Die EBA-Leitlinien treten am 30. Juni 2019 in Kraft.                     

Das überarbeitete Rundschreiben setzt die EBA-Leitlinien vor allem so um, dass keine Anpassungen vorgenommen werden müssen, welche von den Instituten nach einer Veröffentlichung der neuen europäischen Eigenmittelrichtlinie (Capital Requirements Directive V – CRD V) und -verordnung (Capital Requirements Regulation II – CRR II) voraussichtlich wieder rückgängig gemacht werden müssten.

Posted in Allgemein